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Die IHK zeichnete Innovationen vom Niederrhein aus

27.10.2010

Ein neuer Werkstoff für den Bau von Windkraftanlagen, eine Hautcreme auf rein pflanzlicher Basis oder eine Methode zum Salmonellen-Schnelltest bei Lebensmitteln: Das sind die ersten drei Sieger des Forschungs- und Innovationspreises, den die IHK Mittlerer Niederrhein jetzt zum fünften Mal verliehen hat.

Die Eventhalle in Neuss bildete den Rahmen für die festliche Preisverleihung, zu der die IHK eingeladen hatte - gemeinsam mit den regionalen Kreditinstituten, mit denen sie den alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb ausgelobt hatte.

In diesem Jahr hatten sich 74 kleine und mittlere Unternehmen aus dem IHK-Bezirk um den Forschungs- und Innovationspreis beworben. IHK-Präsident Heinz Schmidt würdigte die Rekordbeteiligung "im Jahr eins nach der Krise": Die Unternehmen in der Region - so Schmidt - "haben die Krise genutzt, um neue Ideen auszubrüten, um Erfindungen und vage Pläne in Innovationen umzusetzen". Aber - so der IHK-Präsident weiter - "wenn Innovation nicht zu Investition führt, ist sie egal". Schmidt kritisierte in diesem Zusammenhang die zunehmende Technologiefeindlichkeit in Teilen der Bevölkerung, die dazu führen könne, dass der Produktionsstandort Deutschland veralte und seine Wettbewerbsfähigkeit einbüße.

In ihrem Grußwort betonte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die Rolle des Mittelstands. "Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind als Transmissionsriemen für den Fortschritt zu einer mehr und mehr auf Nachhaltigkeit basierenden Wirtschaft besonders wichtig", sagte Schulze. Deshalb sei die gute Resonanz auf den Preis "einermutigendes Signal für die Bereitschaft vor Ort, verstärkt in Forschung und Entwicklung zu investieren."

Den ersten Preis, dotiert mit 5.000 EURO, sprach die Jury der Siempelkamp Gießerei GmbH in Krefeld zu. Das Unternehmen hat einen neuen Werkstoff für den Guss von Bauteilen für Windkraftanlagen vor der Küste entwickelt. Dand des neuen Materials können solche Anlagen künftig mit einer hohen Stabilität und deutlich geringerem Gewicht erstellt werden, was die Kosten für die Generatoren spürbar senkt.

Den zweiten Platz (3.000 EURO) belegte die Walter Rau Neusser Öl und Fett AG. Ihre neu entwickelte Hautcreme kommt ohne Basisstoffe auf Mineralöl aus und enthält stattdessen pflanzliche Stoffe. Das neue Produkt "Vegolio" ist bereits von Testpersonen mehrere Wochen lang geprüft und für tauglich befunden worden. Sobald die Patente für Europa und die USA erteilt sind, will das Unternehmen mit der haut- und umweltfreundlichen Creme auf den Markt gehen.

Auf Platz drei (2.000 EURO) kam das Institut iNano der Hochschule Niederrhein. Die Wissenschaftler haben ein Schnelltest-Verfahren entwickelt, mit dem sich Lebensmittel auf Salmonellen überprüfen lassen. Das biochemische Verfahren dauert - anders als die bisherigen aufwändigen Untersuchungen - nur noch wenige Sekunden und lässt sich dokumentieren, so dass es auch vor Gericht anerkannt wird.

Den Sonderpreis für den innovatisten Ausbildungsbetrieb vergab die Jury and die Azubis der Voith Paper GmbH & Co. KG in Krefeld. Die Jugendlichen haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Walzeninnenrohre nicht mehr per Hand gereinigt werden, sondern mit Hilfe automatisch arbeitender Bürsten und Schwämme. Die Innovation der Azubis hat das Unternehmen davon überzeugt, nach dem Modell im kleineren Maßstab nun auch eine voll funktionsfähige Reinigungsanlage zu bauen.

Bildunterschrift:
Alle Preisträger des Forschungs- und Innovationspreises auf der Bühne der Neusser Eventhalle, zusammen mit prominenten Gratulanten: (von links) Landrat Hans-Jürgen Petrauschka (Rhein-Kreis Neuss), Dr. Peter Klauth (iNano, Platz drei), Bernd Brinkmann (Walter Rau, Platz zwei) Sarah Hinz und Stefanie Delges (Voith Paper, Sonderpreis), IHK-Präsident Heinz Schmidt, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Michael Szukala und Prof. Ernst Peter Warnke (Siempelkamp, Platz eins).

IHK auszeichnung

Alle Preisträger des Forschungs- und Innovationspreises auf der Bühne der Neusser Eventhalle, zusammen mit prominenten Gratulanten: (von links) Landrat Hans-Jürgen Petrauschka (Rhein-Kreis Neuss), Dr. Peter Klauth (iNano, Platz drei), Bernd Brinkmann (Walter Rau, Platz zwei) Sarah Hinz und Stefanie Delges (Voith Paper, Sonderpreis), IHK-Präsident Heinz Schmidt, NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, Michael Szukala und Prof. Ernst Peter Warnke (Siempelkamp, Platz eins).

 

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